Ratgeber Pflege

Ratgeber Pflege

  • Prüfen Sie, ob die räumlich notwendigen Voraussetzungen für eine 24-Stunden-Betreuung erfüllt werden. Für die Haushaltshilfe muss ein eigenes Zimmer zum Schlafen vorhanden sein sowie ein Badezimmer zur Benutzung.
  • Welche Bedürfnisse hat die zu betreuende Person? Definieren Sie die Erwartungen und erstellen Sie am besten eine Liste der Aufgaben, die das Betreuungspersonal erfüllen soll, anhand unseres Fragebogens.
  • Besprechen Sie die Liste z.B. mit dem betreuenden Hausarzt oder anderen Angehörigen und prüfen Sie sie auf Vollständigkeit. Unterteilen Sie die Liste in absolut notwendige Aufgaben und in weniger wichtige Aufgaben.
  • Definieren Sie das Monatsbudget, das für eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung zur Verfügung steht.
  • Vereinbaren Sie einen Termin und besprechen Sie mit uns, welche Aufgaben durch die Haushaltshilfe erledigt werden sollen sowie die Details des ausführlichen Angebots und den Beginn der Rund-um-die-Uhr-Betreuung.
  • Prüfen Sie das Angebot: In Ihrem Interesse sollten im Vertrag alle Aufgaben, Rechte und Pflichten detailliert festgeschrieben und geregelt sein.

Demenz-Pflege

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen und die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können.


Die Bewältigung des Alltags wird so für die Betroffenen immer schwieriger. Der Schwund der geistigen Fähigkeiten ist weitreichend und sowohl für Erkrankte als auch Angehörige einschneidend: Demenzkranke vergessen, was sie gerade getan oder gesagt haben, erkennen ihre nahen Angehörigen nicht mehr und stehen mehr oder weniger komplexen Zusammenhängen und Vorgängen hilflos gegenüber. Die alltägliche Routine entwickelt sich zu einer unbewältigenden Aufgabe bis tägliche Hilfe und Unterstützung unerlässlich werden.


Für Angehörige ist neben den Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten oft eine Veränderung des Verhaltens und der Persönlichkeit des Betroffenen besonders belastend. Demenz kann schon ab dem 50. Lebensjahr auftreten. Jeder kann an Demenz erkranken. Daher sind Patienten so verschieden wie ihre Lebensgeschichten, ihr sozialer und gesellschaftlicher Hintergrund, Vorlieben und Abneigungen. Daher sind die Aufgaben und Anforderungen an das Pflegepersonal vielfältig und anspruchsvoll.


Mit der Beratung und Vermittlung einer 24-Stunden-Betreuungskraft unterstützen wir Sie bei dieser anspruchsvollen Versorgung Ihrer demenziell erkrankten Angehörigen. Wir erstellen Ihnen gerne ein kostenfreies und unverbindliches Angebot.

Pflegegeld

Unter Pflegegeld versteht man eine monatliche Sozialleistung der gesetzlichen oder privaten Pflegeversicherung für anerkannt Pflegebedürftige, die sich zu Hause von Angehörigen, Bekannten oder Freunden pflegen oder betreuen lassen. Mit diesem „Pflegegeld für selbst beschaffte Hilfen“, wie es im Pflegeversicherungsgesetz heißt (§ 37 SGB XI), können sie den Aufwand und den Einsatz
von pflegenden Angehörigen, Bekannten oder Freunden für ihre tägliche häusliche Pflege und Betreuung abgelten.“

Pflegegrad 1 (Pflegegeld – 0€)

Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit (12,5 bis unter 27 Punkte) 

Mit dem neuen Pflegegrad 1 genehmigen Pflegekassen seit 2017 körperlich und geistig noch recht beweglichen, geringfügig hilfsbedürftigen Versicherten Pflege- und Betreuungsleistungen, wenn Gutachter eine „geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“ festgestellt haben. Nach dem alten System erhielten diese Menschen keinen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Pflegegrad 2 (Pflegegeld – 316€)

Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit (27 bis unter 47,5 Punkte)

Versicherte erhalten den Pflegegrad 2 und die entsprechenden Pflegeleistungen, wenn sie durch die Pflegekasse eine „erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“ bestätigt bekommen.

Pflegegrad 3 (Pflegegeld – 545€) 

Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit (47,5 bis unter 70 Punkte)

Die Antragsteller auf Pflegeleistungen werden nach dem „Neuen Begutachtungsassessment (NBA)“ begutachtet. Dabei untersuchen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK; bei gesetzlich Versicherten) und MEDICPROOF (bei privat Versicherten) die Antragsteller in sechs Bereichen auf den Grad ihrer noch vorhandenen Selbstständigkeit. Die Begutachtung erfolgt dabei auf Basis eines Punktesystems. Ermittelt der Gutachter zwischen 47,5 und unter 70 Punkte, so erhält der Antragsteller Pflegegrad 3 und den Anspruch auf entsprechende Pflegeleistungen. 


Voraussetzung für Pflegegrad 3 ist eine “schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit.“

Pflegegrad 4 (Pflegegeld – 728€) 

Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit (70 bis unter 90 Punkte)

Pflegegrad 4 beschreibt die „schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit“

Pflegegrad 5 (Pflegegeld – 901€) 

Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (90 bis 100 Punkte).

Mit dem neuen Pflegegrad 5 bescheinigen Pflegekassen ihren Versicherten eine „schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen für diepflegerische Versorgung“ und genehmigen damit die umfangreichsten Leistungen aus der Pflegekasse.